Bei der Gründung der Wehr wurde noch eine Handdruckspritze der Marke Kernreuther angekauft und ein Gerätehaus aus Holz erbaut, das bis 1975 in Verwendung stand. Zur Bespannung der Spritzen standen die Pferde vom Sägewerk Reischer und vom Pechhof zur Verfügung. Am 1. August 1917 wütete ein großer Waldbrand in der Staff beim Kieneck, der mehrere Tage Löscharbeit beanspruchte.

Durch die Unachtsamkeit eines Touristen entstand am 6. Oktober 1929 einer der größten Waldbrände, die je im Triestingtal wüteten. Gegen Mittag bemerkte der Adam-Ferdl den kleinen Brandherd am Fuße des Sirnitzkogels. Da er jedoch im Sonntagsgewand war, tat es ihm um seine Schuhe leid um das Feuer auszutreten. Bis er jedoch Leute alarmiert hatte, brannte ein Pechbaum bereits bis zum Wipfel und das Wipfelfeuer breitete sich sehr schnell aus. Im Nu stand ein großer Teil des Sirnitzkogels in Flammen und es mußte Großalarm gegeben werden. Nicht nur die Feuerwehren des Triestingtales kämpften gegen die Flammenhölle, die vom starken Sturm immer wieder angefacht wurde, sondern es wurden auch die Wehren von Leobersdorf, Bad Vöslau, Baden und Hainfeld alarmiert. Durch den Einsatz aller verfügbaren Kräfte, wie Gendarmerie, Forstbeamten, 70 Mann Heimwehren und Zivilpersonen konnte der Brand lokalisiert werden. Erst am Abend wurden die ermüdeten, von der Hitze durstigen Kämpfer von 150 Mann des Bundesheeres aus der Garnison Wr. Neustadt abgelöst. Das Bundesheer hatte dann noch mehrere Tage Arbeit, um den Brand gänzlich zu löschen. Die Pottensteiner Wehr war mit drei Löschzügen und 40 Mann beteiligt.

Diesem Großbrand fielen nicht weniger als 80 Joch = 451/2 ha Wald der Herrschaft Wittgenstein zum Opfer. Besonders hart traf es die Pecher Lorenz Grill, Furth 33, und Johann Lechner, Furth 32, die durch diesen Brand fast ihre gesamte Pechernte verloren. Die Rauchentwicklung dieses Waldbrandes war eine ungeheure und konnte im ganzen Triestingtal gesehen werden. Da es Sonntag war, gab es eine Menge Schaulustige, die mit ihren Fahrrädern zur Brandstelle fuhren und dadurch den Einsatz der Feuerwehren behinderten.

Die Fahrt zum Einsatzort wurde bis zum Jahre 1937 mit Pferdegecol-md-n durch-geführt. In diesem Jahre konnte endlich ein Mannschaftswagen angeschaffen werden, der die Einsatzbereitschaft wesentlich verbesserte. All dieses Gerät ging durch die Kriegsereignisse 1945 verloren oder war unbrauchbar geworden.

Die technische Erneuerung des Gerätes ist vor allem dem Mechanikermeister Josef Lechner zu verdanken, der viele Stunden dafür opferte. Die meisten Einsätze der Feuerwehr in den früheren Jahren dienten, noch ihrem Namen ent­sprechend, der Brandbekämpfung. Wald- und Flurbrände, ausgelöst durch unachtsame Zigarettenraucher oder beim Abbrennen des beim Wiesenräumen anfallenden dürren Laub und Grases.

Um den Wiederaufbau der Wehr nach 1945 bemühte sich Kdt. Franz Hönigs­berger bis zu seinem tragischen Tod im Jahre 1947. Besondere Verdienste um dieses Aufbauwerk konnte sich dann Kdt. Franz Planer erwerben, die dann später in der Ernennung zum Ehren-Kdt. ihren sichtlichen Ausdruck fanden.

Durch die vermehrte Ausrüstung und den Stand von mehreren Einsatzfahr­zeugen ergab sich die Notwendigkeit eines neuen Gerätehauses. Beim Neubau des Gemeindehauses wurde darauf Rücksicht genommen und so konnte die Wehr im Oktober 1975 in die neuen Räumlichkeiten übersiedeln. Es ist nun genügend Platz vorhanden und die Einsatzbereitschaft der Wehr in einem hohen Maße gesichert.

In jüngster Zeit überwiegen die technischen Einsätze, Fahrzeugbergungen usw., wozu unserer Wehr zwei Seilwinden und ein Greifzug zur Verfügung stehen.